Werke

Es regnet in Strömen, alles ist ruhig, außer dem Gezwitscher der Vögel, die wahrscheinlich auch versuchen, ein Loch zu finden, um sich zu verstecken, damit sie nicht naß werden.

Gleichzeitig denke ich an die Weinenden, die vor Dunkelheit und Regen Angst haben. Oder an die Verlassenen auf den Straßen, überall. Meine Vergangenheit taucht auf, wie ich während des Regens immer draußen sein wollte. Dann schüttele ich mich wieder, um wach zu bleiben vor dem Bild, das an der Wand hängt. Es muß auch gegossen werden (wie die Erde) mit Farben und Bindemittel.

Dort taucht der Hintergrund von dem Bild auf, ich vergleiche ihn mit dem Regen. Darauf eine kleine Figur, die sich retten will. Sie sucht eine ruhige Stelle, wo sie endlich in Sicherheit ist, wie ein Vogel. Auf dem oberen Teil des Bildes etwas Blau. Die Dunkelheit des Himmels verkleidet sich in Grün und Schwarz. Unruhige Linien bilden sich, die beinah explodieren müssen.

Es ist ein unordentlicher Krieg zwischen den Kontrasten (…) Das Bild soll diesen Kampf überleben, es muß lebendig bleiben (…).

Erdogan Bulut, Katalogtext, 1991